Pflaster am Hals misst CoVid-19-Symptome?

Ein Wearable-Sensor, der wie ein Pflaster am Hals klebt, soll CoVid-19 frühzeitig erkennen. Denn diese Entwicklung misst diverse Vitaldaten wie Husten und Körpertemperatur. Der Sensor kommt bereits zum Einsatz, um den Krankheitsverlauf von rund 25 Infizierten im Krankenhaus und daheim zu überwachen. Er könnte den Forschern zufolge auch der Früherkennung, beispielsweise bei medizinischem Personal dienen.

Aktuelle Studien legen nahe, dass die ersten Zeichen einer CoVid-19-Infektion Fieber, Husten und Atemprobleme sind. Das Device sitzt an der idealen Stelle des Körpers, der sogenannten Drosselrinne, um Atemrate, -geräusche und -aktivität zu messen, da hier der Atemstrom nahe der Hautoberfläche verläuft. Der etwa briefmarkengroße, weiche, flexible Sensor misst an dieser Stelle neben Husten und Atemgeräusch auch die Herzfrequenz sowie die Körpertemperatur, also Fieber. Die Daten übermittelt er drahtlos an ein Cloud-System, das dank passender Algorithmen grafisch aufbereitete Zusammenfas-sungen liefert.

Seit kurzem nutzen rund 25 CoVid-19-Patienten den Sensor, der sich auch in Heimisolation für die 24-Stunden-Überwachung nutzen lässt. Hier dient das Gerät noch der Überwachung des Krankheitsverlaufs und liefert dabei umfassende Daten, die behandelnde Ärzte und Betreuungspersonal dank grafischer Aufbereitung leicht interpretieren können, um sich ein Bild vom Gesundheitszustand des Patienten zu machen. Das eröffnet neue Telemedizin-Strategien, da leicht erkrankte Patienten nicht zur Beobachtung aufgenommen werden müssen.

Die Forscher erhoffen sich von ihrer Entwicklung, dass die entwickelten fortschrittlichen Algorithmen CoVid-artige Anzeichen und Symptome aus den Erkenntnissen und Symptomen der Rohdaten extrahieren, noch bevor Personen sie erkennen. Eben darum könnte die Lösung auch als Frühwarnsystem geeignet sein, beispielsweise für medizinisches Personal, das aufgrund der Arbeit mit Patienten ein hohes Infektionsrisiko hat. Denn das System könnte Anzeichen einer leichten Erkrankung erkennen, bevor diese den Betroffenen selbst auffallen oder sie diese als Erkältung oder Allergie abtun. Das könnte zu verhindern helfen, dass infiziertes medizinisches Personal andere ansteckt.